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Wochenspiegel > CORONA-KRISE > Mit dem Mundschutz zum Friseur >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 30.04.2020 um 16:05:39

Mit dem Mundschutz zum Friseur

So wie hier bei Figaro, könnte der Friseurbesuch aktuell ab Montag aussehen, hier nachgestellt mit Friseurmeisterin Silvana Walter. So wie hier bei Figaro, könnte der Friseurbesuch aktuell ab Montag aussehen, hier nachgestellt mit Friseurmeisterin Silvana Walter.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Der Friseurbesuch wird nicht mehr so sein wie gewohnt. Trotz Corona-Krise dürfen Friseur-Salons ab Montag wieder unter strengen Auflagen öffnen. Doch ab jetzt heißt es mit der Mund-Nasen-Bedeckung zum Friseur.

Anhalt-Bitterfeld (ts)
. Viele Menschen sind erleichtert, endlich darf die Schere wieder schnippeln und die Haare können nach mehreren Wochen wieder fallen. Ein Schutzstandard  mit vielen Verhaltensregeln regelt mit klaren Vorgaben den Friseuraufenthalt in den Salons ab 4. Mai.

Um die Friseure darauf vorzubereiten, hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege einen Branchenstandard mit dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) entwickelt, der auf dem Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales während der Coronavirus-Krise aufbaut. Die Wiedereröffnung der Friseursalons beendet vorerst die existenzbedrohende Situation für die über 70.000 Unternehmen im Friseurhandwerk.

Gleichwohl bedeutet die Wiederöffnung bis auf weiteres aber die Erbringung von Friseurdienstleistungen in Zeiten einer  Pandemie.
„Die Situation hatte sich zugespitzt. Unbürokratische Auszahlungen von Unterstützungsleistungen für Kleinbetriebe sowie die Hilfspakete von Bund und Ländern haben auch für Friseure positive Signale gesetzt. Doch jetzt können wir Friseure endlich wieder in den Markt. Die heutige Entscheidung ist eine gute Nachricht für unsere Branche“, sagt Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks.

Doch was bedeutet der nächste Besuch im Friseursalon für die Kundinnen und Kunden...? Als erstes besteht Mundschutzpflicht im Friseursalon. „Beim Bedienen müssen sowohl Friseure als auch Kunden einen Mund-Nasen-Schutz tragen“, sagt Silvana Walter, Geschäftsführerin der. Figaro Bitterfeld GmbH, welche 13 Salons in Sachsen-Anhalt und Sachsen betreibt. Man kann einen eigenen mitbringen, die Salons werden jedoch wohl auch einen bereitstellen.

„Wir geben allen Kunden einen hygienischen Mundschutz, weil das eine sichere Art ist, Übertragungswege zu minimieren“, sagt Silvana Walter. Probleme beim Schneiden soll es da nicht geben. Gegebenenfalls nimmt man die Schlaufen kurzzeitig vom Ohr. Damit der Mundschutz dann nicht abfällt, könnte ihn der Kunde in dieser Zeit festhalten. Doch das wird der Praxisalltag zeigen.

Kunden müssen bei einem Friseurbesuch in Zukunft wohl fast überall mehr bezahlen. Der Grund dafür ist zum einen der zeitliche Mehraufwand durch den neuen Schutzstandard. Die Salons müssen zudem mehr Geld für Schutzausrüstung wie etwa Einmalhandschuhe, Masken,  Desinfektionsmittel und auch Spuckschutz ausgeben. All das führt nach Angaben des Zentralverbands zu einem moderaten Anstieg der Preise. Ab sofort müssen bei allen Kunden verpflichtend die Haare gewaschen werden. Ein Glas Wasser oder einen Kaffee wird es vorübergehend beim Friseur auch nicht geben.

Eine Zeitschrift beim Haare schneiden oder Föhnen zu lesen, ist auch vorläufig verboten. Das alles soll das Infektionsrisiko in den Salons verringern. Weiterhin soll in den Salonbetrieben ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen sichergestellt werden – etwa indem man die Anzahl der Arbeitsplätze begrenzt und diese sind alle sichtbar auf dem Fußboden abgegrenzt. Dadurch können auch nur noch weniger Kunden bedient werden. Wartezeiten sind da vorprogrammiert.

Kontaktflächen, wie der Stuhl und auch Ablagen, müssen vor jedem neuen Kunden aufwendig mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger abgewischt werden. Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege sind vorerst nicht erlaubt. Wartebereiche und Spielecken sind auch Tabu und Termine gibt es nur nach telefonischer Vereinbarung. „Es wird für alle Friseure eine Herausforderung, doch wir und alle Kollegen sind froh dass es überhaupt wieder los geht“, sagt Silvana Walter.

Personen mit Symptomen einer Infektion der Atemwege oder Fieber sollen sich generell nicht im Friseursalon aufhalten, heißt es in dem Standard. Zusätzlich müssen alle Kunden ihre Kontaktdaten im Friseursalon hinterlassen. Dazu zählt  die Adresse, die Handy- oder Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Wohnort. So sollen Infektionsketten nachvollzogen und unterbrochen werden können. Will man seine Daten nicht bereitstellen, gibt es übrigens auch keine Bedienung.

 

Leserkommentare:


Katrin Schaaf, Merseburg:
"Tja,dann warte ich eben,bis Corona Krise vorbei ist,wenn sie je endet ."


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