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15.03.2020 ,Halle,Steintor-Varieté,18.00Uhr

Robert Kreis: „Verehrt,Verfolgt,Vergessen“

Robert Kreis: „Verehrt,Verfolgt,Vergessen“
Foto: Veranstalter
80% all meiner Soloprogramme bestehen aus den Nachlässen der wunderbaren jüdischen Künstler der Weimarer Republik. Die Welt der Oper, Operette, Revue, des Kabaretts und die Schlagerwelt wurden von diesen jüdischen Künstlern geprägt. Jedes Jahr legen wir Blumengestecke und –kränze an Denkmäler und gedenken dem fürchterlichen Schicksal all der Ermordeten, was auch so sein soll.

Was aber ist mit dem Großteil der jüdischen Nachlässe der leichten Muse, die jahrzehntelang vermoderten und vergammelten in deutschen Archiven und eigentlich eine direkte Wiedergutmachung bewirken können, indem man diese ins Rampenlicht stellt und der deutschen Bevölkerung der Nachkriegszeit klar und deutlich bildhaft vorzeigt, mit welchem Esprit die Künstler aus dem Vollen schöpften.

Dieses Repertoire aus geschichtlich- politischen Gründen zu vergessen, und diese Sparte endgültig Historie sein zu lassen, ist der falsche Weg. Wenigstens ein Teil der Ermordeten wird wieder lebendig -zumindest für 2 Stunden-, wenn man ihre kulturellen Nachlässe wieder intensiv in Erinnerung bringt. Ihr trauriges Schicksal wird kurzstündig ersetzt durch ihre unsterbliche Art des Humors, der Intelligenz und Heiterkeit. Diese Aufgabe haben wir Unterhaltungskünstler, egal welcher Nationalität wir sind.

Lassen Sie uns diese Menschen auf eine neue Weise ehren, indem wir eine fröhlich – besinnliche Reise unternehmen in die Unterhaltungswelt dieser einmaligen „Verehrten, Verfolgten und Vergessenen“ Künstler.

Ihr Robert Kreis


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